City Tour 2018

1. Osnabrücker City Tour

Beim traditionellen gemeinsamen Anpaddeln starteten die Osnabrücker Kanuvereine Wassersportverein (WSV) und Kanu-Club (OKC) mit über 50 Gästen aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen am Samstag, den 14.4.2018 zur 1. Osnabrücker City-Tour, dem Nachfolger der bereits sechzehnmal ausgetragenen Osnabrücker Kanu-Rallye.

Martin Volpers 1

Nachdem ein Großteil der Boote bereits am Donnerstag Abend zum Start beim Gut Stockum in Bissendorf gebracht worden waren, wurden die Teilnehmer am Samstagmorgen mit einem gecharterten Gelenkbus der Osnabrücker Stadtwerke gut gelaunt und entspannt zum Startpunkt kutschiert. Bei gutem Wasserstand nach dem ausgiebigen Regen am Vortag und frühlingshaftem Wetter machten sich die Kanuten dann auf zur elf Kilometer langen Fahrt durch den malerischen Oberlauf der Hase bis zur Pernickelmühle in Osnabrück.

 

Neben einigen Schwällen im Bereich Lüstringen konnte ein besonders reizvoller Streckenabschnitt, die so genannte Klöckner-Hase, von den kürzeren und dadurch wendigeren Kajaks erstmals befahren werden. Dieser Abschnitt, der durch den Hasepark und das ehemalige Klöcknergelände führt, ist erst vor wenigen Jahren renaturiert und der Wasserstand angehoben worden. Fleißige Helfer hatten bereits zuvor einige Hindernisse aus dem Weg geräumt und ein Baumhindernis kurz vor dem Güterbahnhof durchgängig gemacht. Die längeren Tourenkajaks und ein Canadier folgten dem begradigten Lauf der Neuen Hase bis auf Höhe des Ringlokschuppens kurz vor dem Hauptbahnhof, wo man wieder aufeinander traf.

Manfred Lammers 1

Auf der ansonsten ruhigen Hase kam zumindest ein leichtes Wildwasser-Feeling beim Befahren des Borstenfischpasses an der Neuen Mühle im Bereich des Raiffeisenplatzes auf, das bei einigen Paddlern kurzzeitig den Adrenalinpegel in die Höhe trieb.

Publikumswirksam ging die Fahrt mit insgesamt über 80 Booten weiter durch die Osnabrücker Innenstadt und unter dem Neumarkt hindurch bis zum ersten Etappenziel, der Pernickelmühle am Altstadtbahnhof. Hier hieß es für alle: aussteigen. Und für diejenigen, die noch weiter wollten: umtragen, und zwar über die Wehrbrücke auf die andere Seite des Flusses. Weil es hier keine geeignete Einstiegsstelle gibt, mussten Helfer jedes einzelne Boot an Seilen über das Geländer und drei Meter in die Tiefe hieven.

Manfred Lammers 2

Zwei weitere Umtragen folgten am Werksgelände der Firma Kämmerer, welches leider nicht durchfahren werden durfte, in den Osnabrücker Zweigkanal sowie an der Haster Schleuse vorbei, die leider schon geschlossen hatte. Mit ziemlich ausgeleierten Armen und nach insgesamt gut 17 km Gesamtlänge endete die Fahrt dann für alle bei den Bootshäusern der benachbarten Kanusportvereine.

Dort schloss sich dann der gemütliche Teil an: Neben Kaffee und Kuchen sowie einem Grill- und Salatbuffet, einer stärkenden Suppe und kalten Getränken fand die Siegerehrung der 1. Osnabrücker City-Tour statt. Der Preis für die größte Teilnehmergruppe ging an den KC Bramsche, der mit 23 Kanuten angereist war. Der jüngste Teilnehmer, Felix, war 5 Jahre alt, ebenfalls vom KC Bramsche. Und in der Kategorie „weiteste Anreise“ gewann Anne Dittmer aus Clausthal-Zellerfeld im Harz.

Alle Teilnehmer waren sich nach dieser Fahrt einig, dass auf diese Art und Weise das Osnabrücker Innenstadtleben und die außergewöhnlichen Ansichten im Hasepark einen besonderen Reiz entfalten, und diese Tour gerne wiederholt werden sollte. Einige unermüdliche Paddler verabredeten sich direkt zur nächsten Tour am Sonntag auf der Tiefen Hase nördlich von Bramsche.

(Christina Noack)